Wer darf Photovoltaikanlagen auf Dächer montieren?

Wer darf Photovoltaikanlagen montieren?

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Warum Photovoltaikanlagen wichtig sind

Photovoltaikanlagen sind wichtig, weil sie eine saubere und erneuerbare Energiequelle sind. Sie nutzen die Kraft der Sonne, um Strom zu erzeugen und können so dazu beitragen die Umwelt zu schützen. Aber nicht nur das! Mit jedem gebauten Kilowatt was autark erzeugt wird, machen wir uns unabhängig von Autokraten, die auf den fossilen Brennstoffen sitzen.

Was gibt es bei der Dachmontage von Photovoltaikanlagen zu beachten?

Bei der Montage von Photovoltaikanlagen gibt es einige Punkte zu beachten, die für Laien auf den ersten Blick nicht unbedingt zu erkennen sind.

Wer hier richtig informiert ist, kann sich viel Zeit, Ärger und Kosten sparen.

Im Regelfall wird eine PV-Anlage auf einem Dach montiert.

Hier unterscheiden wir erstmal zwischen der Montage auf einem Steildach und auf einem Flachdach.

Auf einem Steildach, das mit Dachziegeln eingedeckt wurde, und hier in der Region Hannover, Hildesheim, Alfeld, Bad Salzdetfurth eine übliche Dachform darstellt, wird eine Photovoltaikanlage im Regelfall in der Unterkonstruktion des Daches, also dem Dachstuhl befestigt. Um diese Art der Befestigung vornehmen zu können, muss im Regelfall die Dacheindeckung aufgenommen, bearbeitet und wieder eingedeckt werden. Alleine diese Tätigkeit, also das aufnehmen, bearbeiten und eindecken von Eindeckmaterial ist eine Tätigkeit, die unter die Handwerksordnung fällt und somit ein in die Handwerksrolle eintragungspflichtiges Gewerk darstellt. Achtung! Hier besteht aus gutem Grund MEISTERPFLICHT!

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Zudem kommt im Gebäudebestand die Beurteilung, ob die Dacheindeckung auch die Nutzungsdauer der Photovoltaikanlage standhält ohne zwischendurch zum Sanierungsfall zu werden.

Gerade bei genutzten Dachräumen kann es hier durch eine falsche Beurteilung der Lage zu Schäden im sechsstelligen Bereich kommen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Beurteilung, ob der Dachstuhl die zusätzlich aufgebrachte Last tragen kann.

Anders sieht es im Sinne der Handwerksordnung aus, wenn die Photovoltaikanlage auf ein Flachdach aufgebaut wird. Da heißt es im Gesetzestext: “kein Gewerbe der HwO bei reiner Montage und ohne Eingriff in die Dachunter- bzw. Fassadenkonstruktion bei Aufdachsystemen”.

Aber auch hier ist für den Kunden als auch für den Monteur Vorsicht geboten! Ein Urteil vom Verwaltungsgericht Münster sagt: auch bei einer durch reine Auflast/ Beschwerung aufgebrachten Anlage, liegt ein Eingriff in Dachunterkonstruktionen durch den Eingriff in die Statik vor. Somit ist auch hier der Meistertitel im Dachdeckerhandwerk nötig.

Auch wird das Thema Arbeitssicherheit oft unterschätzt bzw. vernachlässigt. Doch hier steht nicht nur die Sicherheit des Monteurs ganz oben auf der Prioritätenliste, sondern gerade der Bauherr muss wissen, dass auch er im Falle eines schweren Arbeitsunfalls auf seinem Grundstück sich vor dem zuständigen Staatsanwalt verantworten muss.

Welche Ausbildung ist nötig und wer darf Photovoltaikanlagen auf Dächer montieren?

Wer sich rechtlich sicher sein möchte, beauftragt einen Dachdeckermeister für die Dachmontage bis zum Wechselrichter und für die Installationsarbeiten und Anträge beim zuständigen Energieversorger einen Elektromeister. Oft gibt es auch Kooperationen aus beiden Gewerken um dem Kunden einen Service aus einer Hand zu bieten.

Wo kann man sich informieren?

Am besten Informieren Sie sich bei einem Dachdeckermeister, Elektromeister oder im Fachhandel.

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